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Zugvögel

Der Scherenschleifer und Schirmflicker Staudenmann hat sich mit seinem Wohn-wagen für kurze Zeit in der Gemeinde niedergelassen, in der er heimatberech-tigt ist. Die Tochter des jetzigen Ge-meindepräsidenten Eichenberger ist ihm vor Jahrzehnten als Frau auf sein Wan-derleben gefolgt. Das hat Eichenberger nie verwinden können, und er verfolgt auch heute noch den «Entführer» seiner Tochter mit seinem Hass. Die Frau Stau-denrnanns ist inzwischen gestorben, und ihre Töchter ahnen von den Zusammen-hängen nichts. Bei der jüngeren, Franzis-ka, meldet sich aber die Sehnsucht zur Sesshaftigkeit. Sie möchte in dieser Ge-gend bleiben, wo sie den jungen Peter Lobsiger kennen gelernt hat. Lobsiger ist ein Verwandter Eichenbergers, der bei ihm zu Hause lebt. Zarte und doch heftig aufwallende Gefühle verbinden die beiden jungen Menschen. Eichenberger, der Vormund Peters, widersetzt sich der angebahnten Verbindung mit allen Mit-teln. Das hindert Peter aber nicht, den ihm verweigerten Sonntagsurlaub im Mili-tärdienst zu erzwingen und in Zivilklei-dung seine Liebste zu besuchen. Anna, die ältere Tochter Staudenmanns, erfreut sich der Zuneigung zweier Ver-ehrer: der Gemeindeschreiber möchte das «Mädchen aus der Fremde» an sich fesseln, und auch der Kunstmaler Landolt hat zu der eher stillen, reifen Schönheit eine tiefe Zuneigung gefasst. — Die so entstandenen Wirrnisse müssen, soll kein Ungemach entstehen, zu einer Klärung geführt werden. Der alte Eichenberger sucht Staudenmann in seiner fahrenden Wohnung auf, sich mit ihm auszuspre-chen. Erst droht der Riss zwischen bei-den noch grösser zu werden, doch fin-den sie sich schliesslich im Gedenken an die verstorbene Frau Staudenmanns. Franziska darf ihrem Wunsch gemäss hierbleiben und wird einst, wenn Peter sein Studium beendet hat, seine Frau; Landolt, der eben zu hohen Ehrungen sei-nes Schaffens gelangte Kunstmaler, wird Anna auf ihrer Fahrt in die Ferne folgen und gibt das bürgerlich-sichere Leben entschlossenen Herzens auf. Stauden-mann, der Landfahrer, scheidet ohne Groll von der angestammten Heimat, da auch für ihn der Zug ins Weite Atem und Leben bedeutet. Der Konflikt wird mit Hilfe vorzüglich ge-zeichneter Menschen zu einer glaubhaf-ten Lösung geführt. Das Werk verdient die Aufmerksamkeit aller Volkstheater-gruppen, die nach menschlich echtem, aber auch szenisch


Autor*in: Künzi Heinrich

Besetzung

9 bis 9 Spieler

Männer: 6 bis 6

Frauen: 3 bis 3

Infos

Dauer: 145 min

Genre: Spiel