Warning: preg_match(): Compilation failed: unmatched parentheses at offset 38 in /home/ch50765/web/theaterverlage.ch/public_html/datatablessearch/details.php on line 145
Suchergebnis

Es Wäschpinäscht

Ob der Titel «Wäschpinäscht», der keine direkte Beziehung zu den Vorgängen hat, für diesen Schwank glücklich ist, bleibe dahingestellt Es geht darum, dass das Ehepaar Briner zwei Töchter hat, wovon die ältere als Muster gilt, weil sie noch keinen Liebhaber hat und nur von einem Prinzen schwärmt, indes die jüngere ihren Röbi auch von der Familie als ihr gehörig bezeichnet wissen möchte. Alle Darsteller werden aus dem Schrank geholt und dem Publikum vorgestellt. Eine ganz originelle Idee. Verliert sie aber nicht an Wirkung, wenn dieser Schrank während des Geschehens auch die jeweiligen Liebhaber beherbergen muss, sogar Schuld wird, dass das Stück mit einer Verlobung enden kann? Der gute Vetter Tobias schliesst nämlich mit der Mutter Briner, die so sehr gegen den Röbi der jüngern Tochter ist, sozusagen eine Wette ab. Sie will die beiden zusammengeben, wenn sie sie selbst zwei Minuten in den gleichen Raum schliesst. Der Vetter praktiziert Röbi ungesehen in den Schrank, und weiss die Mutter dann zu bewegen, ihre jüngere Tochter dort einzuschliessen. Damit verliert sie die Wette. So ähnlich sind auch andere Verwicklungen des harmlosen Stückleins aufgebaut: technisch gut, ein wenig bedenkenlos und auf die Erheiterung eines nicht zu kritisch urteilenden Publikums zielend, Z.B.; Auch die ältere Tochter hat einen Liebhaber und der heisst Prinz. Sie will ihn der jüngeren «abtreten», damit sie beide die Eltern hintergehen können. Des Vetters Einfall verhindert die Ausführung dieses Planes. Ein ewig durstiger Tapezierer wird durch Verwechslung auch noch in die Liebesaffäre hineingezogen. Der kleine Schwank ist leicht zu spielen und garantiert bei humoriger und turbulenter Darstellung den Erfolg. Vielleicht wird dadurch die Familie Briner so etwas wie ein kramselndes Wespennest — und rechtfertigt so den Titel. Irgend etwas, das stechenswert wäre, wird freilich von diesen Wespen nicht gestochen.


Autor*in: Fröhlich Max

Besetzung

8 bis 8 Spieler

Männer: 5 bis 5

Frauen: 3 bis 3

Infos

Dauer: 55 min

Bühnenbilder: Wohnstube

Genre: Schwank