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Salomo vo Blindebach

Der Schuster Salomo von Blindenbach trägt nicht allein den Namen des bibli-schen Königs, ihn suchen alle auf, um Trost und Hilfe von seiner Weisheit und Güte zu erhalten, er soll in einem Fall so-gar — wie sein Namensvetter — entschei-den, welche von zwei Müttern die echte ist. Eine Frau Direktor verfolgt ihr Dienst-mädchen und auch «Hudi», einen geistig etwas zu kurz gekommenen Burschen. Grund: Ihr eigenes Söhnchen treibt sich mehr bei den beiden herum, als dass es an ihrem Schürzenzipfel hängt. Das Dienstmädchen will weg von der Frau Di-rektor. Er, der Herr Direktor, weiss wohl, dass seine Frau mit keinem andern aus-kommen kann und bittet Salomo um seine Vermittlung. Dieser bringt auch einen Pakt zustande. Er schafft Hudi aus dem Dorf, duldet den Knaben nur dann in der eige-nen Werkstatt, wenn die Frau Direktor es ausdrücklich erlaubt und sie verpflichtet sich, das Dienstmädchen anständig zu be-handeln. Das geht so lange gut, bis das Gerücht umgeht, Peterli, der Knabe, sei gar nicht der Sohn der Direktorsleute. Da gleichzeitig auch Hudi wieder auf-taucht, schiebt die Frau Direktor ihm die Schuld daran zu und der Kampf flammt erneut auf. Rudi ist wirklich an der Ver-breitung des Gerüchtes schuldig. im Spi-tal, in dem Peterli geboren wurde, hat er es aufgeschnappt. Eine Schwester bezich-tigt sich, zwei Kinder verwechselt zu ha-ben, eben das der Frau Direktor und das des Dienstmädchens, dessen Mann seit-her gestorben ist. Beide Frauen wurden im gleichen Spital und zur gleichen Zeit entbunden ohne sich damals zu kennen. Das Kind des Dienstmädchens starb, aber jetzt — nach neun Jahren — behauptet die Schwester, es wäre möglich, dass die Kinder verwechselt worden seien. Das ist der neue Fall, den Salorno entwirren muss. Wie weise und überlegen er sich seiner Richterpflicht entledigt und alles zum guten Ende führt, brauchte zu viele Worte, um hier erzählt zu worden. Der grosse Vorzug dieses Stückes ist der, dass in ihm kein Wort zu viel geredet wird. Um die Handlung ganz zu begreifen, müsste man deshalb jede Einzelheit be-richten, denn jede Silbe hat darin ihren Wert und steht am richtigen Fleck. Es ist nicht nur ein dramatisches, es ist auch ein dichterisches Werk. Deshalb ist seine Darstellung nicht allzuleicht. Jeder Ton darin muss absolut echt sein, sonst bricht das kunstvolle Gebäude auseinander.


Autor*in: Fankhauser Alfred

Besetzung

7 bis 7 Spieler

Männer: 3 bis 3

Frauen: 4 bis 4

Infos

Dauer: 115 min

Genre: Schauspiel