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Wägem Freud ha z letscht

Mit der Sechszahl der Bilder ist schon verraten, dass es sich hier kaum um ein eigentliches Schauspiel handeln kann; es ist ein dramatisiertes Charakterbild. Wenn die Zeichnung dieses alten Korbers, der mit seinem Kind so ärmlich lebt und stets so «nötlig» tut, nicht so lebensecht wäre, müsste man dem Stück Wert und Sinn absprechen. Die Sprache ist aber natürlich und die Einzelheiten sind gut beobachtet, sodass man darüber gerne vergisst, was die Bühne eigentlich verlangt. Das Genrebild eines nicht alltäglichen Menschen ist so liebevoll und mit so feinen Strichen ge-zeichnet, dass es die Zuschauer gefan-gennimmt, wenngleich nur ein Minimum von Spannung vorhanden ist. Sie be-schränkt sich auf das Problem, ob der Bauernknecht Bänz gegen den alten Kor-ber aufzukommen und dessen Töchterfein wirklich zur Frau zu gewinnen vermag — und auf die Frage: wo hat der Korber sein Erspartes und was will er damit? Nur immer rackern, Geld verdienen und kei-nes ausgeben — und keines habenl da stimmt doch etwas nicht. Es stellt sich dann heraus, dass er ziemlich viel Geld unter seinem Bett versteckt hält — und wozu? Um sich zuletzt an den Gesichtern der andern zu ergötzen, wenn es ans Ster-ben geht. Es erhebt sich nur die Frage, ob dazu drei Schauplätze nötig sind. Der Verfas-ser meint, sie seien leicht zu verwandeln. Der Dialog zieht aber seine ganze Wir-kung aus naturalistischer Kleinmalerei — und dazu muss die Dekoration passen. Deshalb geht es nicht an, die Korber-hütte nur anders zu möblieren und sie als Wirtsstube zu verwenden. Auch spie-len zwei Bilder vor der Hütte. Das stellt eine ganze Menge technischer Probleme, sollen die Umbauten nicht ungebührlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Hie und da hat es der Autor auch mit den Ablauf-zeiten nicht genau genommen. Manchmal hat man den Eindruck, die Korberhütte liege weit entfernt vom Wirtshaus, dann wieder kommen die Leute so schnell hin und her, als läge sie direkt daneben. Das sind gewiss Kleinigkeiten. Wo man sich aber bei einer dramatischen Gestaltung so minutiös auf Einzelheiten einlässt, er-halten sie doch entscheidendes Gewicht. Die Gestalten des Korbers und seines Töchterleins werden viele zur Darstellung reizen.


Autor*in: Ammon Fritz

Besetzung

11 bis 11 Spieler

Männer: 8 bis 8

Frauen: 3 bis 3

Infos

Genre: Spiel