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I däm Fall

Das Stücklein behandelt das Problem oder vielmehr die Probleme eines freuen-losen Haushaltes. In einer Arztfamilie fehlt die Frau und die Mutter zu zwei ziemlich erwachsenen Töchtern. Diese fühlen es selbst und sprechen darüber. Sie sind sich einig, dass der Vater wieder heiraten sollte. Aber wen? Sie finden nie-manden, der geeignet wäre als die Schwester der Mutter, ihre geliebte Tante Anna. Sie ist zwar zur Zeit in Rom. Der Vater selbst ist als Witwer auch nicht glücklich und sucht eine zweite Frau. Ei-nes Abends spät bringt er eine Kabaret-tistin mit und stellt sie seiner Haushälte-rin, Frau Möchteli, die nicht nur so heisst, sondern auch gerne Frau Doktor werden möchte, als eine Assistenzärztin vor, die ihm noch bei einer schwierigen Operation geholfen habe. Ihre Ansprüche, was alles geschehen müsse, wenn sie Frau Doktor sei, sind aber so unbescheiden, dass sich seine Liebe abkühlt. Am nächsten Morgen meldet sich Tante Anna unerwartet zum Besuch. Sie erweist sich als sehr kluge Frau, die als einzige bemerkt, woran es der jüngern Tochter fehlt, die nicht nur bald erwachsen ist, sondern es bereits sein möchte. Tante Anna weiss auch die ältere Tochter gut zu leiten, die sich un-nütz zergrübelt, weil ihr Geliebter sich auf zwei Jahre nach Uebersee verpflich-ten liess. Als sie nun auch noch vom merkwürdigen Verhalten des Arztes selbst Kenntnis erhält, beschliesst sie, das Steuer des steuerlosen Haushaltes selbst in die Hand zu nehmen. Sie kann die Fa-milie ihrer Schwester nicht so verkommen sehen. Als sie den Arzt darauf aufmerk-sam macht, dass die Frau und Mutter fehle, meint er, «wo eine passende fin-den?», und erst als sie andeutet, vielleicht in ihr selber, löst sich die Spannung. «I däm Fall», sagt der Doktor und die Töch-ter sind auch selig. Nur Frau Möchteli ist es weniger. Ihre Empörung sichert dem Spiel einen heiteren Schlusspunkt. Das Werklein ist leicht zu spielen und behandelt auf eine erheiternde Art ein ernstes Problem. An solchen Vorwürfen fehlt es in der Mundartliteratur. Wird das Stück so unbeschwert gespielt, wie es geschrieben ist, dürfte der Erfolg sicher sein.


Autor*in: Ammon Fritz

Besetzung

7 bis 7 Spieler

Männer: 1 bis 1

Frauen: 6 bis 6

Infos

Dauer: 55 min

Genre: Lustspiel