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Furt mit em Dräck

Es geht um ein Problem, das heute allgemein interessiert, um den Gewässerschutz. Stebler zeigt einen eigenen Weg, der Verschmutzung zu begegnen. Sein witzsprühendes Stück spielt in einer Gemeindekanzlei. Darin sind beschäftigt: der Gemeindeschreiber 'Ru'hberger, eine äusserst phlegmatische Gestalt, der jede kleinste Arbeit zu viel ist, der Gemeindeammann Schlegel, eine gut in die Handlung verwobene Figur, und der Lehrling Pröbstli, ein vorlauter Lehrling, der mit seiner Kameradin Christa Medi, die Säuberungsaktion aufgezogen hat. Sie haben zu dieser Arbeit alle Jugendlicher. um ihre Fahne geschart. Sie wollen den See selber putzen, für die Gemeinde kostenlos. Geschäftsleute stellen ihnen einen Imbiss, die nötigen Geräte und Fahrzeuge zur Verfügung. Aber der Gemeindepräsident billigt die Aktion der Jungen nicht. Als der See ausgeräumt wird, zeigt sich auch warum. Sein eigenes Motorrad ruhte auf dem Grund des Sees. Er hat es selber hineingefahren, nachdem ihm damit ein Unfall passiert war. Gisler, eine weitere Figur im Stück, wurde von ihm überfahren, doch nur leicht verletzt. Gis- ler, der verbotenerweise zu seiner Braut in den Tessin fuhr, wurde wegen Versicherungebetrug angezeigt, aber am falschen Ort, nämlich bei der Gemeindekanzlei. Er kommt zur Verteidigung und bringt als Unterstützung seine wortgewandte Tessinerbraut, Serafina, mit. Der Versicherungsbetrug stellt sich als Bagatellsache heraus und muss sowieso an die Polizei überwiesen werden. Schlegel, der Ammann hat in dieser Sache einen weit grösseren Betrug geleistet: Er hat sein Motorrad als gestohlen gemeldet und von der Diebstahlversicherung 1000 Franken kassiert. Diese Summe zahlt er allerdings wieder ein; wohl wird ihm aber erst, als das Motorrad aus dem See gehoben, und ihm so Gelegenheit geboten wird, auch mit dem moralischen Dreck äbzufahrein. Das Stück hat viel Witz und Schärfe, dagegen bleibt die Handlung ziemlich oberflächlich. Man braucht ja nicht gerade an unsere dreckigen Seen zu denken, wenn man etwas mehr Tiefe wünschen möchte. Im ganzen genommen ist es aber ein gutgebautes Lustspiel, das leicht darzustellen ist.


Autor*in: Stebler Jakob

Besetzung

6 bis 6 Spieler

Männer: 4 bis 4

Frauen: 2 bis 2

Infos

Dauer: 55 min

Bühnenbilder: Gemeindekanzlei

Genre: Lustspiel