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Niklaus Manuel

Ein Spiel vom Leben und vom Tod

Ein Spiel um Leben und Tod des Malers und Dichters und Staatsmannes Niklaus Manuel. Es ist ein geschichtlich treu ge-staltetes Bild — und ist dennoch viel mehr als blosse Historie. Es ist Bildnis von Le-ben und Tod jedes echten Mannes, der wirken möchte und wirken muss — und den doch einmal der Tod ereilt und seine Zunge verstummen macht Ganz zum Schweigen bringt er sie aber nicht, hin-terlassene Werke und Taten reden seine Sprache weiter. Das erste Bild — Gleichnis der über-schäumenden Jugendkraft — zeigt den in wirren Zeiten immer wieder in hellen Flammen auflodernden Generationen-konflikt. Wenn hier auch die Hinrichtung einiger Predigermönche den Anlass dazu gibt, fühlt doch jeder, wie zeitnah diese Gestaltung ist. Das zweite Bild zeigt Manuel als Feld-schreiber in einem Lager von Schweizer Reisläufern in Mailand — als Mensch steht er im Umbruch, dort wo aus jugend-lichem Ueberrnut der zielstrebige Mann gefestigt, gestählt wird. Auch diese Ent-wicklung hat hier ihr gültiges Gleichnis gefunden, obschon sie unter gut gezeich-neten historischen Umständen vor sich geht. Die innere Wandlung ist heute noch so. Was liegt an zufälligen Umständen] Das dritte Bild zeigt den aufrechten Mann in seiner vollen Schaffenskraft. Es ist Gleichnis dafür, wie dieser sich nicht bie- gen und beugen lässt — weder von unten noch von oben. Sein Gewissen ist ihm alleinige Richtschnur des Handelns. Auch hier eine Zeichnung, die unvergängliche Gültigkeit behält, wenn auch die Art des Kampfes sich gewandelt hat. Das vierte Bild endlich zeigt den abge-klärten Streiter, der mit seiner aus Güte wachsenden Ueberlegenheit alles und alle zu einer höhern Einheit führen möch-te und führt — bis zuletzt, bis der Tod ihn selber in noch reinere Sphären entführt. Es ist, an die grosse Persönlichkeit Ma-nuels gebunden, ein beispielhaftes «Spiel um Leben und Tod», ein, wenn auch im Mittelalter beheimatetes, dennoch für alle Zeiten «zeitgemässes» Bild. Ein geringschätziges Achselzucken, wie es heute beliebt ist, muss vor diesen Bildern verstummen. Sie sind lebensvoll, wenn auch ihre Sprache eine antiquierte ist, ja gerade dadurch. Durch sie nämlich wurde es dem Verfasser möglich, alles blutvoll und der gewählten Zeit gemäss zu gestalten, so lebendig, dass es auch heute noch neu und einzigartig wirkt. Freilich erfordert die Dichtheit und dichterische Kraft dieser Sprache eine getreue Wiedergabe. Sie ist nicht leicht, wird aber jedem, der an ihr arbeitet, zum Genuss — und wenn sie in harter Arbeit neu erstanden ist, wird sie und wird das ganze Spiel auch den Zuschauern zum Genuss.


Autor*in: Schwengeler Arnold

Besetzung

10 bis 13 Spieler

Männer: 4 bis 7

Frauen: 3 bis

Infos

Genre: Spiel