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Am suure Brunne

Ein junger Bauer wirtschaftet das vom Vater übernommene Heimwesen in kurzer Zeit herunter, kommt aber zur Umkehr und kann nun vieles gutmachen. Im Grunde sind es weder neue noch zeitgemässe Probleme, die in diesem Volksstück gestaltet sind. Auf dem Grosshof, einem alten und wie der Name sagt, grossen Bauerngut, befiehlt noch der alte, wenn auch kranke Präsident Amstutz. Er ist ein eigenwilliger Kauz und hat einen Sohn, Karl, und eine Tochter, Rita, im heiratsfähigen Alter. Karl liebt die Tochter des Weibels, Rita hingegen hat ihr Herz an den Knecht Ruedi verloren. Gegen die Weibelstochter hat Amstutz nichts einzuwenden, wenn sie schon als Modenarr geschildert ist; dagegen passt ihm Ruedi nicht zum Schwiegersohn, obwohl er weiss, dass dieser anständig und arbeitsam ist, Später stellt sich noch heraus, dass dieser Ruedi eigentlich Student und der Sohn des Bankdirektors Meyer ist. Er bringt dem alten Amstutz schon immer Wasser aus der heissen Quelle, dem suure Brunne, damit er mit Bädern sein Rheuma heile. Er hat es überhaupt mit diesem Wasser, stellt Messungen an, lässt es untersuchen und rät Rita, als es so weit ist, dass der Hof geteilt werden soll, weil Karl heiratet, sie soll für sich nur das Gebiet um die Quelle beanspruchen. Das neugebackene, habgierige Ehepaar, stimmt dieser Forderung nur zu gerne zu. Die Ehe Karls mit dem Weibelstöchterchen erweist sich als unglücklich. Die beiden bringen es fertig, innert kurzer Zeit den schönen Hof so herunter zu wirtschaften, dass es zur Versteigerung und späteren Verpachtung führt. Indessen wird aber um den suure Brunne tüchtig geschafft. Es entsteht ein Kurhaus mit allem Drum und Dran und wird tüchtig besucht, da sich das Brunnwasser wirklich als heilsam erweist. So paart sich der Aufstieg mit dem Niedergang. Fleiss und Arbeit werden belohnt, Faulenzen und Bummeln bestraft. Diese Tendenz könnte man aus dem Stück lesen. Am Schluss gibt es allerdings eine allgemeine Versöhnung und Karl erhält den Hof wieder zurück. Die Personen dieses Stückes sind so charakterisiert, dass sie leicht spielbar sind. Die Handlung ist spannend gebaut, wenn Hellsichtige das voraussichtliche Ende auch bald ahnen. Im grossen und ganzen ein Stück, das die Bezeichnung «Volksstück» im guten und schlechten Sinne wohl verdient.


Autor*in: Ochsner Georg

Besetzung

14 bis 14 Spieler

Männer: 11 bis 11

Frauen: 3 bis 3

Infos

Dauer: 130 min

Genre: Volksstück