TitelUntertitelAutor
Die HerbergeDramatische Legende in 3 AktenHochwälder Fritz

Erscheinungsjahr
1956

AkteSzenenBuehnenbildAnz
301

Inhalt
Das Stück scheint in einer Herberge irgendwo in Russland zu spielen, vielleicht um 1900, vielleicht auch später. Es scheinen russische Menschen zu sein, die in die Handlung verwickelt sind. Mit Absicht sind diese Dinge unbestimmt, denn die Herberge scheint auch wieder die Herberge zur Welt zu sein, einer bösen Welt freilich, die von niederen Instinkten beherrscht wird, deren Gerechtigkeit höchst fragwürdig ist, und in die doch zu Zeiten die Gnade wie ein leuchtendes Licht einbricht. Fast jeden der Menschen belastet eine Schuld, die er durch Jahre verborgen trägt. Vor dem Licht kann es keiner mehr. Sie wird sichtbar. Er muss bereuen, gut machen. Deshalb hat der Verfasser das Stück als dramatische Le- gende bezeichnet, obschon es in der Form eher einer dramatischen Ballade gleicht. Es ist gar nicht so wichtig, was in diesem Stück geredet wird und was geschieht. Wichtig sind hier die Urgründe, die die Menschen zum Reden, zum Handeln treiben. S i e gilt es in der Darstellung aufzudecken. Können das Laien? Wohl nur in den allerseltensten Fällen. Mehr noch als bei andern Werken, muss man bei diesem fragen: reichen die Kräfte zur Gestaltung aus? besitzen die Darsteller die nötige Einfühlungsgabe, die Kraft, ihr sicht- und hörbaren Ausdruck zu verleihen, der so ins Publikum wirkt, dass die Legende ihm zur aufrüttelnden Wirklichkeit wird?




© teaterverlag elgg in Belp GmbH