TitelAutor
Fahnder HunzikerGutmann Werner

Seitenzahl
62

AkteSzenenBuehnenbildAnz
303

Inhalt
Thema: Die Strafe fängt erst nach der Entlassung an. Ein „ehrbarer“ Bürger wird zum Unterschriftenfälscher, fängt sich nach Abbüssung der Strafe mit Hilfe des „Fahnder Hunziker“ wieder auf. Fahnder Hunziker ist eigentlich nicht die Hauptrolle, wenn er auch geistig im Mit-telpunkt dieses Stückes steht. Er ist nicht der Meinung, seiner menschlichen Pflicht Genüge getan zu haben, wenn er Fehl-bare hinter Schloss und Riegel gebracht hat; er sucht ihnen vielmehr nach der Ent-lassung zu helfen. Er weiss wohl, den Ent-lassenen wartet eine härtere Prüfung, als es die Strafe selber gewesen ist, Sie müs-sen über das Misstrauen der Mitwelt hin-wegkommen. Das legt ihnen überall Stei-ne in den Weg und erschwert es ihnen, ein neues Leben zu beginnen. Im Stück hilft Hunziker einem jungen Mann, der von seinem Vater wegen Unter-schriftenfälschung angezeigt wurde — und dann eine Zuchthausstrafe absitzen muss-te. Nach der Entlassung findet er nir-gends Arbeit, schlägt aber das NWsan-gebot des Vaters aus. Als er in der Klem- me sass, hätte dieser ihm helfen sollen, statt auf einem sturen Rechtsstandpunkt zu verharren. Fahnder Hunziker verschafft ihm dann eine verantwortungsvolle Stelle, die er auch zur vollsten Zufriedenheit sei-ner Arbeitgeberin ausfüllt. Doch auch hier lauern Gefahren. Eine Buchhalterin, die sich durch den neuen Angestellten in ihrer Position bedroht glaubt, schmuggelt ihm Geld in den Mantel, das zum Post-checkversand bereit liegt. Glücklicher-weise kommt gerade Fahnder Hunziker dazu und versteht die Sachlage aufzu-klären, sodass das Spiel im Guten enden kann. Das Stück lässt sich leicht spielen. Die Zu-schauer werden überall Gefallen an ihm finden, da es ein Problem aufgreift, das wohl immer in gleicher Art lebendig blei-ben wird.




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