TitelAutor
Cola Cash und KaugummiGombold Bernd / Berger Annamarie

ErscheinungsjahrSeitenzahl
201156

SzenenBuehnenbildAnz
01

Inhalt
Die Gastwirtschaft "Zum alten Seewirt" ist eine altmodische Dorfkneipe in traumhafter Lage direkt am See und gehört der Gemeinde Schmalenbach. Bürgermeister Anton Knackig und sein Stellvertreter Johann Klemmer verkehren dort täglich und regieren von dort aus das Dörfchen Schmalenbach nach Gutsherrenart. Beider Frauen, Lieselotte und Klara, die Rathaussekretärin Rosemarie und die ständig auf Männersuche befindliche Gisela bilden die Vorstandschaft der örtlichen "Anstandsliga" und haben hochfliegende Pläne für den "Alten Seewirt". Sie wollen dort ein Begegnungszentrum für Frauen einrichten, scheitern jedoch an der Hartnäckigkeit der Dorfoberen. Mit der neuen Pächterin Sabine Sauer zieht frischer Wind in den "Alten Seewirt" ein. Sie will ein Bistro daraus machen und dem verstaubten Schuppen modernes Flair verleihen. Gemeinsam mit ihrem Freund Marco und dem ebenfalls befreundeten jungen Paar Karin und Tommy will sie nicht nur der Gastwirtschaft eine Verjüngungskur verordnen, sondern auch noch den See touristisch erschließen und attraktiver machen. So planen sie den Bau einer Wasserskianlage und eines Sandstrandes sowie die Eröffnung einer Tauchschule. Leider haben sie die Rechnung ohne den Bürgermeister gemacht! Nicht nur, dass es künftig seine liebgewordenen täglichen Weißwürste nicht mehr im neuen "Seepanorama- Bistro" geben soll - das neue Outfit der Gartenwirtschaft, die neue moderne Speisekarte und überhaupt das ganze Konzept ist ihm absolut zuwider! Für ihn ist das alles unnötiger "amerikanischer Firlefanz", ohne den Schmalenbach und vor allem er selbst gut leben kann! Zu allem Übel kommen die jungen Leute mit ihren "Hirngespinsten" auch noch aus dem verhassten Nachbarort Breitenbach - ein Grund mehr für den Bürgermeister, alles abzulehnen. So blockiert er die Pläne der neuen Wirtin und kündigt ihr sogar in seinem Zorn den Pachtvertrag! Seinen bedächtigen und langsamen Gemeindearbeiter Peter Schnell setzt er kurzerhand als Ersatz-Wirt ein, was natürlich erhebliche Probleme mit sich bringt. Sabine und ihre Freunde rächen sich am selbstherrlichen Bürgermeister und wollen ihn mit den eigenen Waffen schlagen. Sie schlüpfen kurzerhand in andere Rollen und gaukeln ihm den schwerreichen amerikanischen Filmproduzenten Johnny Mc Carter vor, der Interesse an dem Seegelände in Schmalenbach hat und dort 395 Folgen einer neuen Fernsehserie drehen will. Er gibt vor, dazu natürlich einiges umgestalten zu müssen. Im Laufe der Zeit gibt der Bürgermeister - verblendet von versprochenem Ruhm und Geld - seine Zustimmung zum Bau einer "American Superworld", die sogar Disneyworld in den Schatten stellt. Das Problem ist nur die launische und zickige Filmdiva Mrs. Belinda Cardigan - gespielt von Sabines Freundin Karin - von deren Zustimmung die Realisierung des Projektes abhängt. Der Bürgermeister erfüllt der scheinbar anspruchsvollen Filmschauspielerin jeden Wunsch - egal was es kostet, denn er wittert ja am Ende das große Geld. Die Damen von der Anstandsliga bekommen von den großen Plänen des Bürgermeisters Wind und wollen diese mit aller Macht vereiteln. Denn wenn die "Superworld" erst mal gebaut sei, dann wäre ihrer Meinung nach auch das "älteste Gewerbe" und die "leichten Mädchen" nicht weit und für Sitte und Moral in Schmalenbach könne dann niemand mehr garantieren. Sabine macht mit den Damen gemeinsame Sache und sie führen den Bürgermeister noch mehr aufs Glatteis. Sie selbst geben vor, das älteste Gewerbe in der American Superworld ausüben zu wollen, und der Bürgermeister sieht angesichts der neuen "Tätigkeit" seiner Frau schon seine Wiederwahl gefährdet. Als auch noch Filmdiva Mrs. Cardigan ihre Zustimmung für die Realisierung der Superworld in Schmalenbach verweigert und erbost abreist, ist Bürgermeister Knackig letztendlich am Boden zerstört. Nun plötzlich sind ihm die anfänglichen "Hirngespinste" der jungen Leute aus dem verhassten Breitenbach mehr als recht und billig, um nicht vollends mit leeren Händen dazustehen und er willigt in die anfänglichen Plänen gerne ein.

Leseprobe
Cola_Cash.pdf



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