TitelAutor
Der UnschuldigeHochwälder Fritz

Erscheinungsjahr
1958

AkteSzenenBuehnenbildAnz
301

Inhalt
in dieser Komödie verfängt sich ein Mensch in den eigenen charakterlichen Fangstricken. — Ein Fabrikbesitzer hört sich gerne reden, prahlt gerne mit Taten, die er nie auszuführen gedenkt. In Bezug auf den Liebhaber seiner Tochter droht er, «zu allem fähig zu sein», wenn sie ihn einmal ins Haus bringe. Unter einem Ro-senbeet in seinem Garten wird, beim Le-gen einer Abwasserleitung, ein Skelett gefunden. Diese Tatsache bringt ihn in Mordverdacht, umsomehr, als er nie je-manden an dies Beet heranliess und mit den Behörden so lange kämpfte, bis eine projektierte Leitung anders gelegt wer-den sollte. Die Arbeiter haben aber einen alten Plan — und so wird seine Vorsorge durchkreuzt. Belastend wirken auch seine ständigen drohenden Redensarten und die Tatsache, dass er über die Herkunft des Skeletts keine Auskunft zu geben vermag. Die Schlinge zieht sich so fest um ihn zusammen, dass selbst Frau und Tochter an seine Tat zu glauben begin-nen. Ein Nachbar verstärkt den Verdacht noch durch Angaben über ein nächtliches Gespräch, das er gehört haben will. Die Hausangestellten kündige9, die Verurtei-lung scheint gewiss. Ausgerechnet durch den Liebhaber der Tochter, der das Haus nicht betreten soll, wird die Verstrik- kung gelöst. Er ist Volkskundler, und das gerichtsmedizinische Institut hat ihm den makabren Fund zur Identifizierung über-wiesen. Er kann klar beweisen, dass es sich um einen französischen Soldaten handelt, der bereits 1798 begraben wur-de. Damit fällt der Verdacht dahin.




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