TitelAutor
De Tuusigfüessler/ A propos deSorson E../ Gassmann Erns

Seitenzahl
35

AkteSzenenBuehnenbildAnzBuehnenbildArt
101Stube

Inhalt
Die Handlung um einen, genauer gesagt: zwei Tausendfüssler ist ganz originell, nett erfunden, gut aufgebaut. Wie fast bei jedem Schwank muss man einige Un-wahrscheinlichkeiten mit in Kauf nehmen, doch werden sie nicht störend wirken, wenn das Stücklein mit dem nötigen Ein-satz und Tempo gespielt wird. Ein Laienforscher hat festgestellt, dass sein Tausendfüssler links- und rechtsseitig ungleich viele Füsse hat. Ein wirklicher Forscher, ein Professor, widerlegt es. In der Haushaltung des Laienforschers ist ein neues Dienstmädchen tätig und hauptsächlich darin geschickt, alles umzuwerfen und kaputtzuschlagen. Auch die Schachtel mit dem Tausendfüssler hat es auf den Boden geworfen. Sie ging auf und der Tausendfüssler ist entlaufen. Die Frau fürchtet sich vor dem Tierchen und beauftragt die Stütze, es zu töten, wenn sie seiner habhaft würde. Zu gleicher Zeit kommt eine ältere Dame mit ihrer Katze zu Besuch und verwirrt die Dinge noch mehr. Der Hausherr sucht im ganzen Hause nach dem entlaufenen Tier, die Hausfrau spürt es immer an sich herumkrabbeln und schliesst sich zuletzt in ihrem Zimmer ein, das Dienstmädchen macht mit dem Besen Jagd auf das Tier und ängstigt die zu Besuch weilende alte Dame, die glaubt, es welle mit dem Besen ihrer geliebten Katze ans Leben. Das Haus wird zum Irrenhaus, Der Professor kommt zu einer Auseinandersetzung, trifft aber nur die alte Dame. Verwechslungen und Verwicklungen steigern sich, weil er ihr seinen mitgebrachten Tausendfüssler durch die Lupe zeigt, sie in ihm einen Drachen erblickt und in Ohnmacht fällt. Das Dienstmädchen findet den Tausendfüssler des Professors und verbrennt ihn, den entlaufenen frisst zuletzt die Katze, sodass der Streitfall «links- und rechtsseitig ungleiche Fusszahl» nicht entschieden werden kann. Das Stücklein kommt ohne die Zweideutigkeiten der meisten Schwänke aus. Das ist schon viel. Es ist dabei lustig und gut gebaut. Einige unnnötige sprachliche Grobheiten kann der Regisseur leicht mildern

Leseprobe
De_Tuusigfueessler.pdf



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