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TitelAutor
Ds Amtsgricht vo WaschliwilMoser Fritz/Stalder R.

Seitenzahl
72

AkteSzenenBuehnenbildAnz
303

Inhalt
Dieses Lustspiel, das 1923 im Verlag Francke, Bern herauskam, ist heute noch so lustig und wirkungsvoll wie damals. Es ist dem Volksverlag, Elgg zu danken, dass es neu erscheinen konnte. Im Thema weist es zwar einige Aehnlich-keiten mit Kleists «Zerbrochenem Krug» auf, ist aber doch eine ganz eigene und eigenartige Gestaltung. Richter und Gerichtsschreiber, einstige Söldner, die auch als bestallte Amtsleute gerne noch die Freiheit, die sie meinen, geniessen und auf Abwege geraten, wer-den durch die echte Liebe junger Leute genasführt und vom «Obergericht», einer älteren Jungfrau, auf den geraden Weg der Pflicht zurückgeführt. Die ergötzliche Handlung ist in die Kämp- fe um die Liberalisierung des Staates ein- gewoben, die aber nur den matten Hin- tergrund bilden, von dem sich die menschlichen Schwachheiten, Eigenhei-ten und Verdrehtheiten desto bunter ab-heben können. Ein Kostümstück zur gemütlichen Bieder-meierzeit, durch die noch die wilden Nachwehen der Napoleonischen Kriege blitzen; köstlich in der Anlage, erheiternd in der Handlung, zwingend im Schluss. Auch in der kleinsten Rolle liegen die Möglichkeiten, sie zu einem abgerunde-ten, eigenartigen Exemplar der Gattung «Mensch» zu gestalten. Das setzt natürlich bei den Spielern die Fähigkeit voraus, Menschen und nicht bloss Typen darstellen zu können. Wo diese in genügendem Masse vorhanden ist, dürfte es nicht schwer sein, das Spiel zu einem lustigen und zugleich nachhalti-gen Erfolg zu führen.




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